Cairns

Am Dienstag bin ich absolut schlaflos morgens in Cairns gelandet, die Zeitverschiebung war diesmal minimal, das Durchmachen hatte aber wieder schick für temporäre Verwirrung gesorgt. Dem Zoll hatten es vor allem meine Disc Golfscheiben angetan, sie erschienen viel interessanter als alle Kabel, Ladegeräte, Kameras, Telefone, Batterien und Computer zusammen. In Cairns habe ich dann erstmal in irgendeinem Hostel eingecheckt, nicht unbedingt das Beste, wie sich auch schnell herausstellte. Ich bin asap ins Castaway´s umgezogen, eine wesentlich bessere Wahl, same price aber dafür mit Air Condition, Deckenventilator, eigenem kleinen Kühlschrank und WiFi.
Es ist richtg heiss, auch nachts fällt die Temperatur kaum unter 30 Grad, das Ganze bei verschwitzten 100% Luftfeuchtigkeit, oh yeah. Ich muss mich erst mal ein bisschen von Tokio und meinem tagelangen Schlafentzug erholen und sehe mir die „Stadt“ an.
Krass, wie teuer hier alles ist, selbst ein echt jämmerliches Toastbrot im Supermarkt kostet so um die 4$, also etwas mehr als 3€, hollabolla. Zum Glück ist der lokale Obst- und Gemüsemarkt von Mittwoch bis Sonntag klasse und bietet frische Produkte aus der Region an, bis auf Avocados auch zu ganz korrekten Preisen, ich decke mich sofort mit Mangos und Kiwis ein.
Noch krasser, wie ätzend wirklich junge internationale Touristen sein können, vielleicht ist es aber auch nur der Kontrast zu Japan? Maybe i´m just old now?
I don´t think so, oder vielleicht doch? Es sind einfach…hmmm…schwer erträgliche, komplett besoffene in die Gegend kotzende Prolls mit eisenharten Ansichten, als ob es nie Diskurse zu Themen wie Rassismus, Gender und Umweltschutz o.ä. gegeben hätte, ich kann nur hoffen, dass die nicht auch noch Tauchen gehen, sonst heisst es wohl sehr bald „Goodybe Coral Reef“, siehe Sharm el Sheikh.
Zum Glück sind die Locals ganz anders – sehr freundlich, eher schon freundschaftlich, gar nicht maulfaul, sie haben Humor, lachen gerne und sind komplett entspannt…i like it.
Alle Mietwagen scheinen wegen Weihnachten ausgebucht zu sein, ich verbringe einige Tage mit der Suche nach einem akzeptablen fahrbaren Untersatz zu annehmbaren Konditionen, bis ich endlich auf Andy treffe („No worries mate, i´ll find something for you“), einen natürlich superentspannten und freundlichen Einheimischen, der mir jetzt einen Campervan samt AirCon, Gasofen und Kühlbox besorgt. Wir unterhalten uns recht lange, ganz nebenbei erwähnt er irgendwann seine ca 7000 Tauchgänge über die letzten drei Jahrzehnte („it´s my back yard, mate!“), zeigt mir fantastische Unterwasserbilder und vermittelt mir Angebote zu wesentlich besseren Konditionen als alles, was hier sonst relativ marktschreierisch als „Best and cheapest diving (austauschbar mit Accomodation, Car, Food, Internet) in Cairns“ angeboten wird.
Falls es euch eines Tages nach Cairns verschlagen sollte, geht gleich zu ihm, Thumbs up for Andy!

Auch lustig, was so eine Handyknipse alles kann, wenn man nur genug damit rumfuchtelt.

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